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Freitag, 14. August 2026

Strategische Neuausrichtung: SUISAG und die Genetik für Schweinehalter

Nach der Fusion mit der EGZH hat SUISAG eine neue Genetik-Strategie für Schweinehalter entwickelt. Diese zielt darauf ab, die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Schweinehaltung zu steigern.

Matthias Weber··2 Min. Lesezeit

Neue Perspektiven durch Fusion

Die Fusion zwischen SUISAG und der Europäischen Genetikzentrale für Schweinehaltung (EGZH) hat das Potenzial, die Schweinezucht in Deutschland nachhaltig zu transformieren. Diese Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Branche vor zahlreichen Herausforderungen steht, wie etwa dem Druck auf die Produktionskosten, den Anforderungen an die Tierhaltung und der Notwendigkeit, umweltfreundlichere Praktiken zu implementieren. Die Zusammenarbeit soll nun Synergien nutzen, um zukunftsweisende Genetiklösungen anzubieten, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll sind.

SUISAG hat angekündigt, eine neue Genetik-Strategie zu entwickeln, die auf umfassenden Forschungen basiert. Diese Strategie soll es ermöglichen, Schweinezüchter besser zu unterstützen und deren Produktionseffizienz durch gezielte Zuchtentscheidungen zu erhöhen. Das Ziel ist es, nicht nur die Qualität des Fleisches zu steigern, sondern auch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere in den Fokus zu rücken.

Effizienzsteigerung durch gezielte Zucht

Ein zentraler Aspekt der neuen Strategie ist die Verbesserung der Zuchtprogramme. Durch die Anwendung von modernen Zuchttools, wie Genom-Sequenzierung und Marker-gestützter Selektion, will SUISAG in der Lage sein, spezifische Merkmale, die für die Tiergesundheit und Leistung entscheidend sind, gezielt zu fördern. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf die Resistenz gegen Krankheiten gelegt, die in der Schweinehaltung oft eine Herausforderung darstellen.

Ziel dieser Programme ist es, Schweinerassen zu entwickeln, die nicht nur ein besseres Wachstum und eine höhere Futterverwertung aufweisen, sondern auch weniger anfällig für Krankheiten sind. Dies kann langfristig zu geringeren Kosten für die Halter führen und die Notwendigkeit von Medikamenten reduzieren. Zudem wird ein Trend zu mehr Tierwohl angestrebt; die Tiere sollen unter Bedingungen leben, die ihren Bedürfnissen gerecht werden und eine artgerechte Haltung ermöglichen.

Die Strategie könnte auch die CO2-Bilanz der Schweinehaltung verbessern, indem die Zucht auf effizientere Tiere abzielt, die weniger Futter benötigen und somit auch weniger Ressourcen verbrauchen. Diese Entwicklungen sind im Kontext des globalen Wandels und der damit verbundenen Anforderungen an die Landwirtschaft von großer Bedeutung.

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie diese neue Genetik-Strategie tatsächlich in die Praxis umgesetzt wird und welche konkreten Ergebnisse erzielt werden können. Die Veränderungen in der Schweinehaltung verlangen von den Züchtern und Haltern eine Anpassungsfähigkeit sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

Die Relevanz dieser Entwicklungen wird durch die anhaltenden Diskussionen über die Auswirkungen der Landwirtschaft auf Umwelt und Gesellschaft unterstrichen. Die Suche nach effektiveren und nachhaltigeren Methoden in der Tierhaltung wird zunehmend als notwendig erachtet.